Haus Martfeld
Stein auf Stein:
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die kleine Niederungsburg, d.h. in einer Senke gelegen, als militärischer Stützpunkt genutzt wurde, um die Region zwischen Ruhr und Wupper zu schützen.
Schlüsselübergabe:
Anno 14. Jahrhundert.
Niedergang:
Das Haus Martfeld ist bis heute erhalten!
Haus Martfeld
Stein auf Stein:
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die kleine Niederungsburg, d.h. in einer Senke gelegen, als militärischer Stützpunkt genutzt wurde, um die Region zwischen Ruhr und Wupper zu schützen.
Schlüsselübergabe:
Anno 14. Jahrhundert.
Niedergang:
Das Haus Martfeld ist bis heute erhalten!
Was ist passiert:
Mit der Eroberung von Burg Volmarstein im Jahr 1324 fiel der gesamte Schwelmer Raum, damit auch das Haus Martfeld in die Hand des Grafen von der Mark.
Die Ritter Wandhoff gehörten Ende des 14. Jahrhunderts zu den ersten Bewohnern des Burgmannssitzes. Sie waren dem Grafen zu Treue verpflichtet, bewohnten das sogenannte ‚feste‘, aus Steinen errichtete Haus, bewirtschafteten die Ländereien und mussten jederzeit bereit sein, dem Grafen als ‚Vermieter‘ (Lehnsherr) einen Schlafplatz und Verpflegung anzubieten. Die Lage an der Grenze der Grafschaften Berg und Mark sowie an der alten Heer-und Handelsstrasse Richtung Köln erklärt, warum der Landesherr eine dauernde Verteidigungsbereitschaft der Burg für erforderlich hielt. Haus Martfeld war, typisch für Wohnsitze des bäuerlichen Ritteradels eine Kleinstburg mit zwei Räumen und anschließendem rundgemauerten Aussichtsturm. Schließlich ist das Ende der von Wandhoff sowie verschiedener anderer Ritterfamilien durch Erbstreitereien, einen Brudermord, fehlende Nachkommen oder unpassende Ehepartner gekennzeichnet. Bis heute zeugen die steinernen Wappen der Rittergeschlechter an der Fassade von der lang zurückliegenden Geschichte Martfelds.
Mit der Entwicklung von Kanonen, Feuerwaffen und weiteren moderneren Kampfgeräten, verlor Martfeld ab dem 16. Jahrhundert seine Verteidigungs- und Schutzfunktion, wurde jedoch trotzdem bis ins 19. Jahrhundert als Wohnsitz ehemaliger Ritterfamilien genutzt.
Bis 1954 blieb das Anwesen in adligem Besitz. Die Stadt kaufte es schließlich dem Freiherrn Johannes von Hövel ab, um ihre heimat- und regionalgeschichtliche Sammlung ausstellen zu können. Dazu beherbergt Haus Martfeld das Stadtarchiv wie auch eine historische Bibliothek mit wertvollen Büchern vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
Heutzutage finden regelmäßig Ausstellungen zur regionalen Kunst und Kultur, Lesungen, Konzerte, Vorträge und Hochzeiten im Haus Martfeld statt. Auch der Innenhof sowie der Park werden in den Sommermonaten für Konzerte und weitere Veranstaltungen genutzt.
Heinrich Wandhoff
Mein größter Wunsch:
Ich möchte den Ansprüchen von Graf Adolf IV. von der Mark und Herzog
von Kleve gerecht werden und das Haus Martfeld zu einem landesherrlichen
Stützpunkt von strategischer Relevanz entwickeln.
Beruf: Ritter und Lehnsmann
So würden mich andere beschreiben: leidenschaftlich und streitlustig
Sprichwort: “jemanden im Stich lassen” – Jemandem in einer schwierigen Situation nicht helfen
Während einer Schlacht wurde ein Ritter von Knechten und Knappen begleitet, die für ihn sorgen und ihm beistehen mussten. So hielten sie beispielsweise eine zweite Lanze oder ein Ersatzpferd für ihn bereit. Wer seinen Ritter in einer gefährlichen Situation verließ, setzte ihn dem zustechenden Gegner aus, ließ ihn also im wahrsten Sinne des Wortes im Stich.
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Bildrechte:
Haus Martfeld früher: Heimatkunde-Schwelm.de
Haus Martfeld heute: zweimalzweifotografie
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