Burg Wetter
Stein auf Stein:
Mutmaßlich zwischen 1230 und 1274 errichtete ein Graf von der Mark die Burg Wetter, zum Zweck der Landesverteidigung (zunehmende und wiederkehrende Spannungen zwischen dem Grafenhaus und den Erzbischöfen von Köln, denen Burg Volmarstein gehörte), aber auch als zentraler Punkt der Verwaltung des Territoriums
Schlüsselübergabe:
Die erste überlieferte Schlüsselübergabe ist gleichzeitig auch die erste Erwähnung der Burg Wetter: 1274 übergab Graf Engelbert I. von der Mark die Burg als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Eberhard und dessen Frau Irmgard.
Niedergang:
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Burg immer seltener durch die Grafen von der Mark genutzt.
Als 1744 der Kriegs- und Domänenrat Michael Christian Göring den Wert der Burg einschätzen sollte, da sich der Rat Wetters mit dem Gedanken trug, die Burggebäude zu verkaufen oder abreißen zu lassen, befanden sich die Gebäude offenbar schon im Verfall.
Einen kurzen Aufschwung brachte die 1779 beschlossene Verlegung des Bergamtes von Bochum nach Wetter. 1780 wurde im Bereich der Burg der Grundstein zum Bau eines Bergamtsgebäudes gelegt. 1784 wurde Freiherr vom Stein zum Bergamtsdirektor in Wetter ernannt. Dieser Aufschwung endete allerdings bereits 1815 wieder, als das Märkische Bergamt wieder von Wetter nach Bochum verlegt wurde.
Heute sind von der ehemals mächtigen Burg nur noch ruinöse Überreste erhalten, insbesondere der runde Burgturm prägt das Bild der Ruine.
Burg Wetter
Stein auf Stein:
Mutmaßlich zwischen 1230 und 1274 errichtete ein Graf von der Mark die Burg Wetter, zum Zweck der Landesverteidigung (zunehmende und wiederkehrende Spannungen zwischen dem Grafenhaus und den Erzbischöfen von Köln, denen Burg Volmarstein gehörte), aber auch als zentraler Punkt der Verwaltung des Territoriums
Schlüsselübergabe:
Die erste überlieferte Schlüsselübergabe ist gleichzeitig auch die erste Erwähnung der Burg Wetter: 1274 übergab Graf Engelbert I. von der Mark die Burg als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Eberhard und dessen Frau Irmgard.
Niedergang:
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Burg immer seltener durch die Grafen von der Mark genutzt.
Als 1744 der Kriegs- und Domänenrat Michael Christian Göring den Wert der Burg einschätzen sollte, da sich der Rat Wetters mit dem Gedanken trug, die Burggebäude zu verkaufen oder abreißen zu lassen, befanden sich die Gebäude offenbar schon im Verfall.
Einen kurzen Aufschwung brachte die 1779 beschlossene Verlegung des Bergamtes von Bochum nach Wetter. 1780 wurde im Bereich der Burg der Grundstein zum Bau eines Bergamtsgebäudes gelegt. 1784 wurde Freiherr vom Stein zum Bergamtsdirektor in Wetter ernannt. Dieser Aufschwung endete allerdings bereits 1815 wieder, als das Märkische Bergamt wieder von Wetter nach Bochum verlegt wurde.
Heute sind von der ehemals mächtigen Burg nur noch ruinöse Überreste erhalten, insbesondere der runde Burgturm prägt das Bild der Ruine.
Was ist passiert:
Während des 14. Jahrhunderts hielten sich die Grafen von der Mark (allen voran Graf Engelbert III.) sehr häufig auf ihrer Burg in Wetter auf.
Schon vor der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Amt Wetter eingerichtet und ein Amtmann bestallt. Die Ämter waren Gerichts- und Verwaltungsbezirke. Zum Amt Wetter gehörten Dorf und Freiheit Wetter, Herdecke, Ende, Volmarstein und Oberwengern.
1355 verlieh Engelbert III. Wetter das so genannte „Freiheitsprivileg“, durch das die Freiheit Wetter eine besondere Rechtsstellung erhielt.
1391 starb Engelbert III. auf der Burg Wetter (eventuell an der Pest). Danach nutzte Engelberts III. Witwe Elisabeth von Sponheim die Burg als Witwensitz.
1819 erwarb Friedrich Harkort das Burggelände, um dort einen Industriebetrieb einzurichten. Bemerkenswert ist, dass im Kaufvertrag von 1819 bereits eine Denkmalschutzbestimmung enthalten ist, nach der der Burgturm zu erhalten sei. Diese Bestimmungen hinderten Harkort allerdings nicht daran, eine ebenerdige Tür in den Turm schlagen zu lassen, um dort mit Hilfe einer Dampfmaschine die zum Aufbau seiner Werkstätte nötigen Werkzeuge herstellen zu lassen. Damit ist der Burgturm die erste in den Quellen überlieferte Produktionsstätte der Mechanischen Werkstätten.
Friedrich Wilhelm Harkort
Mein größter Wunsch: Mein Ziel ist es, dass es meinen Beschäftigten gut geht. Ich kämpfe für das Verbot von Kinderarbeit, für die Errichtung von Krankenkassen für die Arbeiter und für das allgemeine Recht auf Bildung.
Beruf: Unternehmer und Politiker
So würden mich andere beschreiben: Unruhiger Geist ohne nachhaltig wirtschaftlichen Erfolg, aber dafür mit technischen und sozialen Pionierleistungen.
Sprichwort: “Nicht lange fackeln”
Auch bei dieser mittelalterlichen Redewendung geht es um brutale Realitäten. Eine Schwachstelle einer Burg ist im Gegensatz zu ihren oft meterdicken Mauern das Burgtor, welches nur aus Holz gefertigt und somit brennbar war. Gelang es den Angreifern, das Burgtor abzufackeln, kam man ungehindert in die Burg hinein. Dies war aber auch den Architekten im Mittelalter klar und deshalb wurden in Tornähe häufig Verteidigungsanlagen errichtet, mit denen speziell Angreifer, die sich am Tor zu schaffen machten, bekämpft werden konnten. „Der fackelt nicht lange“, war ursprünglich also ein Ausruf der Verteidiger, wenn sie einen Angreifer am Tor bekämpften.
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Burg Wetter früher: Stadt Wetter Archiv
Burg Wetter heute: zweimalzweifotografie
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