Burg Isenberg
Stein auf Stein:
Der Baubeginn der Burganlage wird um 1193/94 vermutet.
Schlüsselübergabe:
Im Jahre 1200 wurde die Burg erstmalig urkundlich erwähnt.
Niedergang:
Nur 25 Jahre später wurde die Burg wieder zerstört.
Burg Isenberg
Stein auf Stein:
Der Baubeginn der Burganlage wird um 1193/94 vermutet.
Schlüsselübergabe:
Im Jahre 1200 wurde die Burg erstmalig urkundlich erwähnt.
Niedergang:
Nur 25 Jahre später wurde die Burg wieder zerstört.
Was ist passiert:
Grund für die Zerstörung war der Streit zwischen Graf Friedrich von Isenberg und dem Kölner Erzbischof Engelbert von Köln um die Vogteirechte am Reichsstift Essen, der Haupteinnahmequelle des Isenbergers. Der Erzbischof kam bei dem Versuch seiner Gefangennahme am 07. November 1225 ums Leben, Graf Friedrich wurde ein Jahr später gefangen genommen und in Köln durch das Rad hingerichtet (siehe Skulptur: „Der Geräderte“ in der Oberburg). Die Isenburg wurde kampflos übergeben, noch im Winter 1225/26 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Reste wurden im Laufe der Zeit von Erdreich überdeckt. Der „herrenlose“ Isenberger Besitz fiel an den Grafen von der Mark, der ihn mit Burgbauten an der Ruhr sicherte. Die neue Grafschaft Mark blieb bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bestehen.
Der Isenberg wurde 1855 an den Düsseldorfer Hofbaumeister Max Joseph Custodis verkauft, der hier sein Landhaus im neo-klassizistischen Stil errichtete. Sein Nachfolger gründete den Steinbruchbetrieb an der Südostseite, dem Teile der Burg zum Opfer fielen.
Von 1969 bis 1989 wurde die Burgruine von einer Schülerarbeitsgemeinschaft des Gymnasiums Waldstraße in Hattingen („Buddel-AG“) wieder freigelegt. Seit 1990 kümmert sich der Verein zur Erhaltung der Isenburg e.V. ehrenamtlich um den Bestand der Burganlage.
Burgherrn Graf Friedrich von Isenberg
Mein größter derzeitiger Wunsch: Ich möchte meine Herrschaft bis weit in das Münsterland ausweiten.
Beruf:
Bisher war ich Geistlicher mit einer Stelle bei den Domkanoniker. Seit
dem Tod meines älteren Bruders Eberhard und meines Vaters habe ich aber
die Leitung des Regimentes der Linie Altena-Isenberg übernommen.
So würden mich andere beschreiben: böse, hochmütig und grausam
Sprichwort: „Den Löffel abgeben“- sterben
Im Mittelalter verfügte jeder über seinen eigenen Holzlöffel, den viele an einer Kordel um den Hals trugen und den nur sie benutzten. Nur wenn ein Mensch verstarb, wurde dieser Löffel abgenommen, da er ihn nicht mehr benötigte.
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Bildrechte:
Burg Isenberg früher:
Stadt Hattingen, Untere Denkmalbehörde
Burg Isenberg heute: zweimalzweifotografie
Ansprechpartner,
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