Burg Blankenstein

Stein auf Stein:
Die hochmittelalterliche Höhenburg – eine der vier Hauptburgen der Grafen von der Mark – wurde ab 1226/27 als Verwaltungssitz auf dem hoch über der Ruhr aufragenden “blanken Steyn” erbaut.

Schlüsselübergabe:
1243 erste urkundliche Erwähnung

Niedergang:
Als die Burg im 17. Jahrhundert zunehmend verwahrloste und im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit erheblich beschädigt wurde, ordnete Kurfürst Friedrich Wilhelm 1662 den Abbruch an. Die heute bestehenden Gebäude wurden im 19. Jahrhundert im Stil des Historismus errichtet.

Burg Blankenstein

Stein auf Stein:
Die hochmittelalterliche Höhenburg – eine der vier Hauptburgen der Grafen von der Mark – wurde ab 1226/27 als Verwaltungssitz auf dem hoch über der Ruhr aufragenden “blanken Steyn” erbaut.

Schlüsselübergabe:
1243 erste urkundliche Erwähnung

Niedergang:
Als die Burg im 17. Jahrhundert zunehmend verwahrloste und im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit erheblich beschädigt wurde, ordnete Kurfürst Friedrich Wilhelm 1662 den Abbruch an. Die heute bestehenden Gebäude wurden im 19. Jahrhundert im Stil des Historismus errichtet.

Was ist passiert:
Nach der Zerstörung der Burg Isenberg im Winter 1225/26 übernahm Graf Adolf von der Mark den Isenberger Besitz, sicherte ihn durch Burgbauten entlang der Ruhr und besetzte die Burgen mit einem Drosten als Verwalter. Drost Johann Georg von Syberg erwirkte 1662 den Abbruch der baufälligen Burganlage. Das Baumaterial wurde zum Wiederaufbau und Ausbau des 1589 abgebrannten Wasserschlosses Haus Kemnade genutzt.
Der Arzt, Missionar und Unternehmer Gustav vom Stein erwarb die Burg im Jahre 1860 und errichtete auf den Ruinen des alten Marstalls eine Fabrik zur Herstellung von reißfesten Garnen. Sein Sohn, Gustav vom Stein Junior, baute auf dem alten Palas eine großflächige Gastronomie und machte die Anlage um 1890 zum Mittelpunkt des Fremdenverkehrs im Ruhrtal. 
Der Ausbau der Straßen und der Eisenbahnhaltepunkt Blankenstein brachte Scharen von Ausflüglern in den Ort, die den Gethmann’schen Landschaftsgarten, den Burgturm und gerne die zahlreichen Lokale mit Live-Musik besuchten.  
Die Anlegung der Ruhrterrassen erweiterte das Burgareal zu einem ausgedehnten gastronomischen Betrieb, welcher im weiten Umkreis einzigartig war. 1922 verkaufte Gustav vom Stein Junior die Burg an die Stadt Bochum. Das Restaurant wurde umfangreich renoviert und wieder an Gastwirte verpachtet. 1957 wurde die Gastronomie in der Burg wiederum wegen Baufälligkeit geschlossen, die Gebäude auf dem alten Palas und die Ruhrterrassen abgerissen.

Heute befinden sich in den noch erhaltenen Gebäuden ein Restaurant sowie Büro- und Wohnräume.

Gustav vom Stein
Mein­ grö­ßter derzeitiger Wunsch:

Im Jahr 1863 konnte ich bereits eins meiner großen Ziele, der Bau einer
Fabrik zur Garnveredelung auf Burg Blankenstein, erreichen. Momentan
ist mein Ziel, mit dem Bau der Chaussee von Hattingen über Blankenstein
bis zum Forsthaus Steinenhaus und meiner neuen Gaststätte im
Burginnenhof, viele neue Gäste auf die Burg Blankenstein zu locken.   
Beruf: Hammerschmied und Eisenwarenhändler
So würden mich andere beschreiben: Für die Menschen bin ich hoffentlich ein moderner, vorausschauender Geschäftsmann.

Sprichwort: „Auf dem Holzweg sein“ – sich irren
Im Mittelalter benötige man zum Hausbau Holzbalken. Die Bäume wurden von Holzfällern im Waldgeschlagen und der Stamm mit dem Pferd weggeschafft. Dabei entstand auf dem Waldboden natürlich eine kräftige Schleifspur, die manchmal wie ein richtiger Weg aussah. Folgte man einem solchen Weg, landete man aber meist in einer Sackgasse oder beim Baumstumpf. „Die Kurve kratzen“ – schnell verschwinden.  Die Kutschen schrammten in den sehr engen Gassen mittelalterlicher Städte beim Abbiegen oft an den Hausecken vorbei. Die Bewohner ersannen unterschiedliche Methoden dagegen und stellen sogenannte Kratzsteine auf, die einen Schritt weit von der Hausecke entfernt in den Gehweg gerammt wurden.

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Bildrechte:
Burg Blankenstein früher: Stadt Bochum, Pressestelle
Burg Blankenstein heute: zweimalzweifotografie

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